Jugendfreizeit in Morsbach

„Denn wo du hingehst, da will ich auch bleiben, dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“
Auch dieses Jahr haben wir uns als Jugend in der letzten Juliwoche zu einer Sommerfreizeit aufgemacht. Diesmal zu einem Freizeitheim in der kleinen Stadt „Morsbach“ bei Ingolstadt. Am Mittwoch um 15:30 Uhr ging es los. Wir trafen uns auf dem Parkplatz des Gemeindehauses und versuchten erst mal, Liederbücher, Bananenstauden und Koffer auf die Autos zu verteilen.
Nach einer Gebetsgemeinschaft stiegen wir in die Autos und fuhren los. Auf der Fahrt kamen wir bereits gut ins Gespräch, sodass die Fahrt nicht allzu lange dauerte. Angekommen bei dem Heim luden wir unsere Taschen aus und bezogen unsere Betten. Dann gab es Abendessen: kalte Salate, Knödel, Brot und Snackgemüse. Nach dem Abendessen machte Lukas W. das Einführungsthema: Thema der Freizeit war das Buch Ruth. Lukas gab uns eine zeitliche Einordnung und erklärte, welche Rolle Ruth im Stammbaum Jesu gespielt hat. Nach dem Thema gingen wir raus ans Lagerfeuer, feierten dort Philipps Geburtstag und aßen hierzu Schokobananen. Damit war der erste Tag auch schon vorbei.
In den folgenden Tagen hatten wir, wie auch bei den anderen Jugendfreizeiten, ein straff getaktetes Tagesprogramm. Morgens um 08:30 Uhr begann der Tag mit Stiller Zeit. Hier befassten wir uns mit je einem der vier Kapitel von Ruth, im Hinblick auf verschiedene Formen, Stille Zeit zu machen, und die praktische Anwendung des Buches Ruth im Alltag. Danach gab es einen geistlichen Input und das gemeinsame Frühstück. Für das Frühstück hatte sich das Küchenteam wieder Verschiedenes überlegt, wie Müsli, Obst und Grießbrei. Die Mahlzeiten wurden immer durch eine Person aus dem Küchenteam angeleitet und mit drei bis vier Personen aus der Jugend zubereitet.
Nach dem Frühstück hatten wir das Thema. An jedem Tag um 10:00 Uhr stellten uns Niklas W., Markus F., Michael S. und Philipp S. eines der vier Kapitel von Ruth vor. In den Themen kam es zu offenen Gesprächsrunden, dem persönlichen Beantworten von Fragen und Denkpausen, in denen man das Gehörte nochmal in eigene Gedanken fassen konnte. Unser Schlüsselvers war Ruth 1,16:
„Aber Ruth antwortete: Dringe nicht in mich, dass ich dich verlassen und mich von dir abwenden soll! Denn wo du hingehst, da will ich auch bleiben; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott!“
Das Buch Ruth zeigte uns: Es geht nicht primär darum, in eine „christliche Familie“ hineingeboren zu sein und sich darauf auszuruhen, sondern selbst mit Gott und dem von Gott gesandten Löser – Jesus Christus – zu leben und diesem nachzufolgen.
Nach dem Thema machte sich die jeweilige Küchengruppe bereit für die Zubereitung des Mittagessens. Zu Mittag gab es an den verschiedenen Tagen unter anderem Ofengemüse, Fleisch mit Bratkartoffeln und Kürbissuppe. Das Essensthema dieser Freizeit waren die vier Jahreszeiten.
Nach dem Mittagessen gab es eine kurze Mittagspause und dann wurde die Mittagsaktivität gemacht. Am Donnerstag wanderten wir auf einen nahegelegenen Hügel und machten dort ein Volleyballturnier. Wer wollte, konnte auch eine Runde Spikeball spielen.
Am Freitag machten wir verschiedene Stationsspiele, bei denen wir in vier Teams gegeneinander antraten. Bei einer Station wurden Plastikbälle aus einem Karton auf den Boden geschüttet und mussten von zwei Teammitgliedern – einer auf dem Bauch liegend, der andere diesen an den Füßen haltend – mit den Armen wie Baggerschaufeln hinter sich geschaufelt werden, wo sie von den anderen Teammitgliedern, die im Männerspagat saßen, aufgefangen wurden. Bei einer zweiten Station musste eine 1,5-Liter-Plastikflasche mit einem 200-Milliliter-Glas befüllt werden. Der Wassereimer, um die Flasche zu befüllen, stand 10 Meter entfernt und die Sprudelflasche hatte mehrere Löcher.
Am Samstag wurde ein Bibelquiz gemacht, bei dem man nass gemacht wurde, wenn man die Quizfrage nicht richtig beantwortet hatte. Am Sonntag bestand die Mittagsaktivität darin, das Freizeitheim aufzuräumen und sich für die Abfahrt bereit zu machen.
Nach der Mittagsaktivität kam das Abendessen. Auch hier gab es Gerichte zu den verschiedenen Jahreszeiten, hierunter Flammkuchen, kalte Speisen und am Freitagabend Grillgut mit Salaten und selbstgemachter Limonade.
Um 19:00 Uhr trafen wir uns dann zur Abendaktivität. Am Donnerstag machten wir eine Nachtwanderung, bei der wir an einem Feld mit frischen Strohballen vorbeikamen, auf denen wir Bilder machen konnten.
Am Freitag besuchte uns Robert S. und erzählte uns am Lagerfeuer aus seinem Leben: wie er zu Christus gefunden hatte und von Christus mit seiner Familie in die Mission nach Kanada geführt wurde. Robert erzählte uns auch von Rückschlägen, ermutigte aber, da Gott immer einen guten Plan hat, was er in seinem Leben auch erfahren durfte.
Am Samstagabend wurden als Aktivität kleinere Challenges gemacht. Hier wurden unter anderem Fragen zum Allgemeinwissen gestellt, technische Skills geprüft oder kleinere Aufgaben bewältigt.
Zum Tagesabschluss erwartete uns immer nochmal ein geistlicher Input, bevor man entweder schlafen gehen konnte oder sich noch mit einem Tee in den Gemeinschaftsraum setzen konnte, um noch ein Tischspiel zu spielen oder sich auszutauschen.
Als wir am Sonntag abfuhren, wussten wir, dass Gott uns eine schöne Jugendfreizeit geschenkt hat.
Wir möchten uns bei der ganzen Gemeinde für alle Gebete bedanken und für die finanzielle Unterstützung, die uns die Freizeit ermöglicht hat.
Eure Jugend
