Was sollen wir denn tun?
Johannes, der Sohn des Zacharias, predigt am Jordan die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Ihm war es anvertraut, den Weg des Herrn vorzubereiten: „Macht seine Stege eben!“
Und die Leute kamen. Später in Lukas 7,24-25 spricht Jesus über Johannes und fragt die versammelte Volksmenge: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Wie ein Rohr, das vom Winde hin und her bewegt wird? Oder wolltet ihr sehen einen Menschen mit weichen Kleidern? Was haben sie wirklich gesehen und vor allem, was haben sie gehört? Schmeichelnde Worte waren es nicht, vielmehr eine direkte Überführung von ihren Sünden. Die große Menge war bereit, diese ernsten Worte zu hören, und danach fragten sie Johannes: Was sollen wir denn tun? (Lukas 3,10-14)
Die Frage an sich beinhaltet die Bereitschaft, sich zu verändern. Die Frage ist wie ein Schrei des Herzens, sie beinhaltet den Wunsch nach einer Befreiung von der Last der Sünde. Die Leute waren bereit, Buße zu tun und sich taufen zu lassen zur Vergebung der Sünden (Lukas 3,3).
Es kamen auch die Zöllner zu Johannes, um sich taufen zu lassen, und sie sprachen zu ihm: Meister, was sollen wir denn tun? (Lukas 3,12)
Dann fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? (Lukas 3,14)
Nachdem Jesus gekreuzigt und auferstanden war und nachdem der Heilige Geist auf die Erde gekommen war, predigte Petrus vor der großen Versammlung, und die Worte gingen den Menschen durchs Herz, und sie fragten Petrus: Was sollen wir tun? (Apostelgeschichte 2,37)
Hier sehen wir, dass diese Frage bei einem Menschen nur dann entsteht, wenn ihm die gehörten Worte durchs Herz gehen und tiefe innere Verzweiflung und Sehnsucht nach einer Erlösung offenbaren.
Viele von uns haben diese Frage schon persönlich erlebt. Sie klingt wie ein Herzensschrei. Durch diese Frage bekennen wir unsere Ohnmacht. Wir selber können uns von der Last der Sünde nicht befreien. Genauso wie die Juden, die Jesus gekreuzigt haben. Sie können es nicht rückgängig machen. Was sollen wir tun?
Die Frage sucht nach einem Ausweg, die Frage zeigt Bereitschaft, die Erlösung anzunehmen, die Frage beinhaltet tiefes Vertrauen auf den Herrn Jesus Christus. Er sagt selber und durch seine Propheten und durch seine Jünger, was zu tun ist: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen (Matthäus 4,17).
Liebe Geschwister, ich wünsche uns allen im April, dass wir über Jesus Christus nachdenken, über Seinen Weg zum Kreuz, über Sein Leiden, Seine Liebe zu uns, Seine Auferstehung und immer wieder über die Frage: Was sollen wir denn tun? Zum Nachdenken und zur Erinnerung für diejenigen, die diese Frage schon erlebt und Frieden im Herzen gefunden haben, und für diejenigen, die dieser Frage noch nicht begegnet sind.
Friede sei mit euch – den Menschen seines Wohlgefallens.
Euer Bruder und Diener,
Albert F.